Forelle, Fogel, Flatterulme - die 3 magischen F erfolgreichen Gewässerrestaurierens . . .

Na gut, der wahre Buchtitel lautet: "Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme - Indikatoren lebendiger Bäche und Flüsse". Die drei Arten stehen als Anzeiger medienübergreifenden Umweltschutzes. Nicht nur die linienbezogene Gewässerverbesserung, sondern das Einbeziehen des gesamten Einzugsgebiets ist notwendig, dauerhafte Erfolge zu erzielen. Die Edmund Siemers-Stiftung hat 13 Veröffentlichungen eines der norddeutschen Pioniere vorbildlicher Umweltverbesserung, Gerd Janssen, veröffentlicht - ein Dokument über 3 Jahrzehnte praktischer Erfahrung. 

Hier die jüngste Buchbesprechung, geschrieben vom Kiesbach- und Perlmuschel-Fachmann Dr. Reinhard Altmüller.

Seit der ersten Ökologisierung des deutschen Wasserrechts im Jahr 1977 sind 30 Jahre verstrichen. Bereits damals wurde hervorgehoben, dass jedermann darauf zu achten habe, die biologischen, chemischen und physikalischen Eigenschaften der Gewässer nicht weiter zu verschlechtern. Der amtliche Gewässerschutz hat in den Folgejahren mit konsequent eingesetzten Umweltschutzverfahren gute Erfolge in der Abwasserreinigung erzielt.

Neben diesen primär auf chemische Gewässerentlastung zielenden Aktivitäten wiesen eine Vielzahl engagierter Menschen darauf hin, dass Verbesserungen nicht nur für das Medium, sondern auch die Funktion der Gewässer als Lebensraum dringend erforderlich seien. In mühsamer Kleinarbeit versuchten die meist aus Angler- und Naturschutzkreisen kommenden Aktiven, international bekannte Handlungsoptionen den Verantwortlichen näher zu bringen. – Es muss leider festgestellt werden, dass diese aufreibende „grass roots“-Aktivität nur einige wenige „Menschen der ersten Stunde“ bis heute, die Mitte der Wasserrahmenrichtlinien-Periode (2000-2015), durchhalten ließ.

Einer dieser früh Aktiven ist der Lehrer Gerd Janssen aus Barmstedt, Schleswig-Holstein. Von Anfang an suchte er den Kontakt zu den Zuständigen aus Wasserwirtschaft und Naturschutz, vor allem aber auch zu den „eigentlich Handelnden“, den Unterhaltungsverbänden. Mit Bezug auf Indikatororganismen aus Zoologie und Botanik ist es ihm immer gelungen, auch der interessierten Öffentlichkeit notwendiges und mögliches Handeln vor Augen zu führen. Immer war auch der im offiziellen Handeln so lange vermisste Zusammenhang zwischen Fließgewässer, Aue und gesamtem Einzugsgebiet Inhalt seiner Anstrengungen. Zum Erstaunen vieler gelingt es ihm durchweg, Begeisterung für lebendige Bäche und Flüsse zu wecken und neue Aktive beim Gewässerverbessern einzubeziehen.

Am 27. Juni 2007 feierte Gerd Janssen seinen 60. Geburtstag. Dieses Ereignis nimmt die Edmund Siemers-Stiftung zum Anlass, den Jubilar mit der Herausgabe einer Auswahl seiner Schriften zu würdigen, die sich im weitesten Sinne alle der Bachökologie beschäftigen. Dies scheint angemessen, da sich darin Wesentliches findet, das bei der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie hilfreich wäre und vermeidbare Fehler verhindern ließe.

Das Buch ist  im Buchhandel erhältlich und online zu beziehen, ISBN 978-3-8334-8791-0.

Einen ersten Überblick gibt das Inhaltsverzeichnis. Es ist unter Downloads, "3 Praxistipps" bereit gestellt.

Wer selbst die Möglichkeit hat, eine Buchbesprechung in einem Fach- oder Verbandsjournal oder für die Presse zu schreiben, erhält ein kostenloses Rezensionsexemplar hier .

Gerd Janssen ist Mit-Autor der Schwarzstorch-Monographie.

Mehr Waldwissen ist für uns alle gut.

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