Der Riesenbärenklau - eine Herausforderung

Den Riesenbärenklau unterscheidet manches von anderen so genannten Neophyten. Schlimm: extreme Hautverbrennungen durch seinen Saft und extreme Ausbreitungstendenz. Positiv: die Möglichkeit, ihn effektiv zu bekämpfen, wenn man denn will.

(Ganz etwas anderes vorweg: Eine schicke Seite zur nicht so schicken Beifuß-Ambrosie - und noch eine].)

Beispiel Hamburg: Riesenbärenklau in Fläche und Zeit

Hier beweist sich, was J. M. Fey in "Biologie am Bach", ISBN 3-494-01220-2, Verlag Quelle & Meyer, treffend beschrieben hat (Auszug, Beispiel aus anderem Bundesland):

"1 Pflanze bildete in 5 Jahren einen 100 Meter breiten und mehrere Kilometer langen Bestand."

Es ist also wichtig, jede Pflanze zu erkennen und ihre Wurzel zu beseitigen, um Handlungsunfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit für die Zukunft zu vermeiden.

Das Bild und der folgende Text stammen aus http://www.botanischerverein.de

"Die Kartierung der Pflanzenarten in Hamburg durch den Botanischen Verein gibt das Verbreitungsbild dieser auffälligen Art ziemlich vollständig wider. (rot: Kartierungen ca. 1981 bis 1995, hier stammen viele Daten aus der Biotopkartierung der Umweltbehörde / grün: 1995- 2001) Hieraus wird eine geradezu explosive Ausbreitung in Hamburg deutlich.

Insbesondere die Flüsse und Bäche der Geest erweisen sich als Ausbreitungslinien, wie sehr deutlich an der Alster und ihren Nebenbächen zu erkennen ist. In den Marschen gibt es überwiegend nur strömungsarme Gräben, und die Verbreitung in den wenig durch Strassen erschlossenen Gebieten erfolgt nur langsam.

Auch Bahndämme sind solche Wanderstrecken, an denen die Samen durch die Luftbewegung der Züge verdriftet werden.

Für eine wirksame Bekämpfungsstrategie dürfte es darauf ankommen, die Vorkommen an den Oberläufen der Gewässer mit Priorität gezielt anzugehen und - je nach Arbeitskapazität - den Wasserläufen abwärts zu folgen. Die Karte zeigt, dass man dabei auf eine Zusammenarbeit mit den Hamburger Randkreisen Stormarn, Lauenburg und Segeberg angewiesen ist."

Bericht über die Göttinger Neophyten-Tagung im Juni 2005.

Der Beitrag aus Hamburg steht ganz unten als pdf-Datei zur Verfügung.

Ein Praxishandbuch ist in verschiedenen Sprachen verfügbar. Es ging aus einem EU-Projekt hervor, s. http://www.giant-alien.dk .

Eine ausgezeichnete Seite mit vielen Details zur effektiven Bekämpfung des RBK: http://www.herkulesstaudenbekaempfung.de/ ,

die Seite der Bachpaten in Freiburg und die des Bundesamtes für Naturschutz.

Aus den über 1.500 englischsprachigen Seiten seien hier ebenfalls Beispiele zitiert:

http://www.kingcounty.gov/environment/animalsAndPlants/noxious-weeds/weed-identification/giant-hogweed.aspx , eine Seite aus den USA.

Viel Hartnäckigkeit und den verdienten Erfolg bei der Beseitigung dieser Pflanze wünscht die Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg.

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