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Bach-Mann

1997 - Erfolgreiches Restaurieren im Norddeutschen Tiefland: Den Bächen auf Moräne ihre gestohlene Steinfraktion zurückgeben.

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Lange wurde in Deutschland über das Verständnis gerungen, wie der standorttypische Zustand von Bächen und kleinen Flüssen auf Moräne aussähe. Dabei ist eigentlich klar: Fliessendes Wasser sortiert, Kleinpartikel bewegen sich schneller als größere / schwerere. Es liegt also auf der Hand bzw. auf der Gewässersohle, dass - auch wenn in der Moräne nur ein geringer Anteil Kiese, Gerölle, Steine wäre, die Gewässersohle einen Kiesbach repräsentiert.

Dass durch Gewässerausbau und harte Unterhaltung über Jahrzehnte übertief in die Landschaft eingeschnittene, überbreite Profile resultierten, tut den Grundlagen keinen Abbruch. Es fällt allerdings in der Tat immer wieder schwer, sich angesichts der heutigen Sand- und Schlammwüsten den natürlicher Weise vorherrschenden Gewässertyp vorzustellen.

Und wenn der Streit um Kiesbäche der Streit um des Kaisers Bart wäre - auch "Sandbäche" weisen, wie die Typisierungen inzwischen aufgenommen haben, 10-50 % Kiesanteil in der Sohle auf.

Es gilt also, wie die Überschrift sagt, den Bächen ihre ihnen gestohlene Kiesfraktion zurückzugeben - will man denn den lebendigen Bach zurückgewinnen.

2015 - Instream Restaurieren, jüngere Beispiele aus Hamburg-nahen Fließgewässern

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(Veröffentlichung zum Vortrag auf dem 2015-Kolloquium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg)     Im Zieljahr der Wasserrahmenrichtlinie, 2015, muss festgestellt werden, dass der gute Gewässerzustand in den Bächen und Flüssen Deutschlands längst nicht erreicht ist. Zwar wurde die Durchgängigkeit der Gewässer für wandernde Organismen an vielen Stellen verbessert, die Mehrzahl der Hindernisse ist aber noch zu beseitigen. Noch extremer sieht es für den Lebensraum selbst aus, charakterisiert in der Fachdiskussion vor allem durch das Stichwort „Lebensraumstruktur“.
Eine Zahl Vorführprojekte zur Re-Mäandrierung sowie Beispielprojekte für naturverträglichere Gewässerunter-haltung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den Einzugsgebieten überall nahezu nichts getan wurde. Zum Teil ist dies Politik-induziert, wurde doch lange Zeit das Missverständnis hochgehalten, man brauche so gut wie gar nichts zu tun, wenn man Gewässer als „erheblich verändert“ einstufe. Diese Ansicht ist falsch. Es gilt (auch) für diese Gewässer in einer Landschaft mit z.T. extremem Nutzungsdruck: Was getan werden kann, muss getan werden.
Bäche und kleine Flüsse machen 80 % der Fliessstrecken aus. Wenn also der gute Zustand bzw. das gute ökologische Potential an allen Gewässern per rechtlicher Anforderung mit zeitlicher Ansage erreicht werden muss, kann diese überwiegende Mehrzahl der Strecken nicht vernachlässigt werden. – Wie deren Lebensraum-verbesserung in Tieflandgewässern auf Moräne möglich ist, wurde bereits bei Madsen und Tent (2000), 3 Jahrzehnte Praxis im Norddeutschen Tiefland südlich Hamburg bei Tent (2005) beschrieben.
Der vorliegende Text bringt jüngere Beispiele aus der Praxis, die seitdem südlich Hamburgs umgesetzt wurden: Kies- und Geröllschüttungen zum Induzieren der Eigendynamik der Gewässer, Lenkbuhnen aus Kies und Geröll sowie der Einsatz von Treibselsammlern („Hölzchen & Stöckchen“), die sowohl als „Speisekammern“ fungieren, als auch zerstörte natürliche Strukturen wie die wichtigen Gleithänge durch Festlegen von Geschiebe wieder herstellen.
Die Gewässer werden durch bessere Struktur und Hydraulik wieder lebendig.

2014 - Instream River Training, Lenkbuhnen auch im Norddeutschen Tiefland

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"Instream River Training - Naturnaher Flussbau mit minimalem Materialeinsatz"  - Dieser Aufsatz von Dr. Matthias Mende, Bern, und Dr. Ludwig Tent, Tostedt, erschien in KW gewässer-info Nr. 60, dem DWA-Magazin zur Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung, im Mai 2014. Wer sich für die Wirkungsweisen von Lenkbuhnen interessiert, findet Praxisbezogenes dazu hier im Download.

Auch die Bedeutung der Ausrichtung zur Strömung wird einmal mehr dargestellt. Wer in genutzter Landschaft arbeitet, wird immer seine Einbauten gegen den Strom richten, damit - das Wasser tritt immer senkrecht weg über ein Hindernis - sich ein uferabgewandter Kolk bildet, ggf. sogar für Uferanlandung sorgt. Anders herum, stromab ausgerichtet, wird das Ufer erosiv angegriffen. Man muss halt vorher wissen, was man will.

Der lebendige Forellenbach - neu hergestellt.

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Langjährige Untersuchungen belegen, wie selbstreproduzierende Forellenbestände erreicht werden - durch Lebensraum herstellen, nicht durch Besatz.

2014 - Geestbäche Niedersachsens, Instream-Restaurieren, Vortrag in der Norddeutschen Naturschutzakademie

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"Kleinmaßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern - Finanzierungswege, Konzepterstellung, Hinweise zur Umsetzung" hieß - etwas sperrig - das Seminar der NNA Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, Schneverdingen, das eine Vielzahl Interessierter zusammenkommen ließ. Die Vorträge werden dort ins Netz gestellt.

Hier (bitte die Überschrift anklicken) steht ein Kurztext zum Vortrag "Technische Möglichkeiten der Fließgewässerentwicklung bei fehlender Flächenverfügbarkeit - Varianten des Instream-Restaurierens" mit Verlinkungen als pdf-Datei bereit.

2013 - Vortrag auf Dänischer Konferenz "Natur & Miljø 2013", Nyborg.

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Für die dänische Konferenz "Natur & Miljø 2013" wurde ich gebeten, einen persönlichen Eindruck über den Gewässerzustand im Norddeutschen Tiefland zu geben. Als Kurzbericht wurde dies im September 2013 veröffentlicht in der Zeitschrift "Teknik & Miljø 2013". Hier hinterlege ich den zur Veröffentlichung vorgelegten Text in Englisch (direkt in der Überschrift anzuklicken) und in Dänisch.

2013 - Hölzchen und Stöckchen - Kleine Maßnahmen an Bächen und kleinen Flüssen

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Nachdem mit der Rückgabe von Kiesen und Geröllen in moränengeprägter Landschaft in den vorigen Jahr(zehnt)en gute Erfolge in der Strukturverbesserung der Fließgewässerlebensräume erzielt werden konnten, steigt mancherorts auch die Akzeptanz von Totholz.

Die vorliegende pdf-Datei gibt einen Vortrag wider, wie er Anfang 2013 beim Wassernetz Nordrhein-Westfalen gehalten wurde. Er dokumentiert, dass mit wenig Aufwand großer Erfolg erreicht werden kann, sei es beim Anlegen und Vervielfachen der für alle Organismen erforderlichen "Speisekammer", als Gleithang-Rückgewinner und / oder Turbulenzerzeuger und Strömungslenker.

2012 - Aus dem Leben eines Wanderfisches (Achtung: Überschrift nur verlinkt mit Deckblatt2)

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"An de Alster, an de Elbe, an de Bill ..." - ja, auch in Hamburg macht man sich nicht nur Gedanken über Wanderfische. Absehbar werden sie aus der Elbe wieder binnendeichs ihre angestammten Laichplätze aufsuchen können.

Anstelle eines Downloads an dieser Stelle wurde verlinkt zu "Lebendige Alster, Tagungen" - leider steht der Vortrag dort nicht mehr online, kann aber bei den Veranstaltern bestellt werden.

2011 - Bäume am Forellenbach

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Bäume - von den einen geliebt, von den anderen gehasst ...

Dabei sind sie integraler Bestandteil unserer Welt. Welches (Mode-?)Stichwort heute auch fallen mag - Klimawandel, Biodiversität, Stadt- und Landschaftsplanung, IBA und IGA 2013 in Hamburg, Stuttgart 21 - Bäume spielen überall eine wichtige Rolle.

Leider allzu oft vernachlässigt bis vergessen ist ihre grundlegende Bedeutung an unseren Gewässern. An 80 % unserer Fließstrecken, den Bächen und kleinen Flüssen, sorgen altersgestufte Baumbestände mit Kronenschluss für ein spezielles Klima, das dem "sommerkühlen Bach" mit Licht und Schatten seine Eigenarten gibt und erhält. (Kleine Anmerkung: dieser "sommerkühle Bach" ist - natürlich - "winterwarm", denken Sie mal drüber nach.)

Und während sich der kurzsichtige Angler darüber ärgert, dass er sein Geschirr an Ästen und Wurzeln abreisst, freuen sich der weitsichtige Angler und jeder Naturfreund (die Gewässerorganismen allemal!), dass der vielfältige Lebensraum durch Baumwurzeln, Stämme, Äste, Zweige, Totholz und vieles mehr ungeheuer bunt und produktiv ist. - Möge diese überragende Entwicklung der Natur auch den Landschafts- und Stadtplanern stärker ins Bewusstsein kommen.

Die vorliegende pdf-Datei gibt einen Vortrag wider, der zuerst auf dem Wernigeröder Wildfisch-Symposium gehalten wurde. 2011 wurde der Vortrag zum Internationalen Jahr der Wälder in der Norddeutschen Naturschutzakademie in erweiterter Fassung präsentiert. Hier steht dazu eine Textfassung inkl. Literatur zum Herunterladen, die von der DWA in "KW gewässer-info Nr. 56, Januar 2013" leicht verkürzt veröffentlicht wurde.

Wiedergewinnen des standorttypischen Forellenbachs

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Diese Veröffentlichung eines Vortrags ist erschienen in: Mitteilungen der NNA 1 / 2010: 16-22, ISSN 09 38-99 03.

2009 - Was fordert das Gewässer vom Abwasserreiniger

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Nach jahrzehntelangen Anstrengungen und Erfolgen in der Abwasserreinigung zeigen die Gewässer weiterhin, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht. Dies bezieht sich insbesondere auf Abwasserherkünfte, die bislang im Hintergrund standen. Wesentlich sind hier unter anderem die Abflüsse von versiegelten Flächen - Straßen, Sportplätzen u.v.m.

Die pdf-Datei gibt einen Vortrag wider, der ähnlich im Elbcampus, Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg, und an der Technischen Universität Hamburg-Harburg gehalten wurde.

Wer hat Interesse am guten Zustand?

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Mehr als 25 Jahre Erfahrung im Gewässer-Restaurieren - das hat fast niemand im Norddeutschen Tiefland aufzuweisen. Eine Vielzahl von Beispielen kann auf Exkursionen besichtigt werden. Einige Beispiele finden sich in dieser Veröffentlichung der Norddeutschen Naturschutz-Akademie aus dem Jahr 2007.

Interessenten melden sich bei ludwig.tent[ät]gmx.net .

Verbesserung der Sohlstruktur, Verringerung der Sandfrachten

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BioDiversität - Von der Wüste zum Paradies. Was seit Anfang der 1980er in vielen Puzzle-Bausteinen begann, hat sich zum Bild entwickelt. Es gibt nur wenige Stellen in Norddeutschland, die eine so lange, erfolgreiche Erfahrung im Gewässerrestaurieren aufweisen können.

Inzwischen geht die strukturelle und ökologische Entwicklung der Este systematisch weiter voran. Der Gewässerentwicklungsplan wird Schritt für Schritt umgesetzt. Flora und Fauna reagieren. Aktuelles findet sich auf http://osmerus.wordpress.com .

Diese Veröffentlichung ist erschienen in: NNA (Hrsg.): Fließgewässerschutz und Auenentwicklung im Zeichen der Wasserrahmenrichtlinie - Kommunikation, Planung, fachliche Konzepte. - NNA-Berichte 18 / 1 (2005): 143-152. ISSN 0935-1450.

Gewässerentwicklungsplanung - vom Konflikt zur Kooperation

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Am Beispiel des Geestbachs Este im Norddeutschen Tiefland südwestlich von Hamburg wird Gewässerentwicklungsplanung vorgestellt. Exemplarisch wurden Ziele und Maßnahmen vereinbart, die auf vergleichbare Bäche und kleine Flüsse übertragbar sind. Seitdem läuft Restaurieren "schlank" ohne bürokratische Hürden. Grundlage ist die Sammlung praktischer Anwendungen, nachzulesen bei Madsen & Tent (2000).

1998 - Unsere Heidebäche brauchen Hilfe

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Grundlage vieler Verbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen im Norddeutschen Tiefland, aber auch in höheren Flachlandgewässern, war meine Broschüre "Unsere Heidebäche brauchen Hilfe" aus dem Jahr 1988. Einer ihrer Schwerpunkte lag noch auf dem Thema Abwasser, sei es als Punkt- oder chronische Einleitung. Dabei spielten Grundlagen, Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten der Gewässerlebensräume bereits eine wesentliche Rolle.

Nachdem die Abwassersituation wesentlich verbessert war, wurde die Broschüre gleichnamig im Jahr 1998 wieder aufgelegt. Diesmal mit alleinigem Schwerpunkt der Lebensraumverbesserung. Kritische Umgangsformen mit unseren Gewässern, wie harte Gewässerunterhaltung und nicht angepasste Landnutzung stehen im Vordergrund.

Da diese Broschüre nach wie vor intensiv nachgefragt wird, steht sie jetzt hier im Netz.

Ludwig Tent, Veröffentlichungen

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Die angehängte Datei enthält Veröffentlichungen, beginnend 1979 - Neuste also unten am Ende zu finden.

Im Fokus

Take it easy, River Restoration - sticks and stakes, Hölzchen und Stöckchen

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Bäche und kleine Flüsse stellen 80 % unserer Gewässerstrecken. Schon mit kleinen Maßnahmen, oft im Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger, kann ihnen geholfen werden.

Die anliegende Datei zeigt, wie dies mit leicht zu gewinnendem Holz geschehen kann - z.B. mit Haselnussschnitt aus dem Garten.

Take it easy, River Restoration - micro groins, gravel and boulders, Lenkbuhnen und mehr

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Bäche und kleine Flüsse stellen 80 % unserer Gewässerstrecken. Schon mit kleinen Maßnahmen, oft im Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger, kann ihnen geholfen werden.

Die anliegende Datei zeigt, wie dies mit Kies und Geröll sowohl in Hand- als auch in Maschinenarbeit fast spielerisch erzielt wird.

Biodiversität - Lebendige Vielfalt

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Biodiversität - wie "Agenda 21", Nachhaltigkeit (hier mal ein Bild dazu) und anderes ist regelmäßig in Film, Funk und Fernsehen thematisiert. Gleichwohl bleibt Biodiversität für den Nichtfachmann ein sperriger, kaum eingängiger Begriff.

Da hilft vielleicht, das Thema auf kleines Handeln für den Hausgebrauch anzuwenden.

Die EU hat dazu eine Broschüre "52 Tipps für die Biologische Vielfalt" mehrsprachig erstellt - also jede Woche kann etwas getan werden! Die Datei hinterlege ich hier. Der Link zur Mehrsprachigkeit, gern international weiterzugeben, lautet http://ec.europa.eu/environment/nature/info/pubs/paper_en.htm  . Dort sind die unterschiedlichen Sprachen wählbar.

Totholz bringt Leben in Flüsse und Bäche

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Nach den aus konsequenter Abwasserreinigung folgenden Gewässergüteverbesserungen in Fließgewässern und Seen, die in den 1980ern und 1990ern ihre Wirkung zeigten, wurde deutlich, dass lebendige Lebensräume noch längst nicht erreicht waren. Schnell stellte sich heraus, dass insbesondere die Lebensraumstruktur fehlt, die vom Jungtier bis zum mehrfach vermehrungsfähigen Alttier standorttypische Populationen ermöglicht. Über die Zeit fanden Strukturverbesserungen mit Kiesen und Geröllen langsam Akzeptanz. Für Kieslaicher zum Beispiel wurden vielerlei Verbesserungen in Form von Strömungslenkern und Laichbetten angelegt.

International gewachsenes Fachwissen zeigte bald auf, dass standorttypische Bäume und das in ihrem Lebenszyklus entstehende Totholz (Quell des Lebens im Rahmen seines Abbaus !) in die weitere Gewässerentwicklung einzubeziehen sind. Auch der Fisch des Jahres 2011, die Äsche, würde erheblich vom standorttypischen Kronenschluss gewässerbegleitender Bäume profitieren.

Eine ausgezeichnete Broschüre zum Thema Totholz gab das Bundesland Bayern gemeinsam mit dem Landesfischereiverband heraus.

Der Originalausgabe aus dem Jahr 2005 folgte eine unveränderte Neuauflage aus dem Jahr 2009 . Diese ist hier hinterlegt.

Wie ich neu erfuhr, hat Bayern eine schicke Seite zum Bestellen bzw. Herunterladen von Texten. Die findet sich hier.

2011 - Die Hamburger Elbe wieder so schlecht wie in den Abwasserjahren

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2011 - Die Hamburger Elbe ist wieder so schlecht wie in den Abwasserjahren.

2012 - die Überschrift lasse ich mal wegen Verlinkungen auf 2011 stehen - war auch wieder ein Jahr, in dem früh Sauerstoffprobleme auftraten. Das scheint Offizielle gar nicht (mehr) zu interessieren.

Wanderfische können den Hamburger Hafen wegen erheblicher sommerlicher Sauerstoffengpässe nicht passieren.

Der Sauerstoffhaushalt ist überstrapaziert, jede kleine Veränderung schlägt unmittelbar durch.

Im Juli 2011 zum Beispiel dürfte der Einsatz eines Spülbaggers (Hydraulische Egge) im Hamburger Elbe- und Hafenbereich eine Ursache dazu gewesen sein. Dies ist überraschend, als seit 30 Jahren der Einsatz solcher Geräte aus gutem Grund auf Temperaturen unter 10-15 Grad Celsius begrenzt worden ist (die aktuelle Temperatur lag bei ca. 20 Grad.). - Es drängt sich der Verdacht auf, dass ein Straftatbestand erfüllt ist.

Das Verhalten der Elbe in vielerlei Hinsicht ist bekannt. Daher wird hier eine pdf-Datei einer Veröffentlichung aus dem Jahr 1985 zur Verfügung gestellt, die das Verhalten der Elbe-Nitrifizierer im Jahresgang beschreibt - Hysterese-Verlauf der Aktivität.

Fast entsteht der Eindruck, dass - bei allem Betonen von "mehr Bildung nötig in Naturwissenschaft und Technik" durch die Politik, gerade diese Erkenntnisse ausgesprochen ungewollt sind. Oder wie muss man sich erklären, dass inzwischen sowohl an der Universität Hamburg als auch an der Universität Bremen Tidegewässer-bezogen arbeitende Bereiche nicht mehr existieren?

1 Grundlagen

Gewässerrestaurieren - Lernen am Beispiel Dänemark

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Umfassender Vortrag über Grundlagen, Handlungen und Ergebnisse auf dem Seminar der HAW Hamburg "Fließgewässerrenaturierung heute", am 3. Juni 2005

Das Schnäpel-Projekt, DK

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Der Schnäpel ist eine hydraulisch schwache Fischart. Daher ist er als Zielart beim Gewässerrestaurieren ein hervorragender Zeiger. Dänemark führte ein konsequentes EU-Projekt zur Förderung dieser Art durch (Flyer in der Überschrift verlinkt).

Düngen und Umwelt

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Dass unser Verhalten beim Düngen Wälder und Meere seit Jahrzehnten überstrapaziert, ist nichts Neues. Dass jetzt - August 2013 - gleich 3 (in Worten: drei) Sachverständigenräte bei der Bundesregierung eine Pressemitteilung für endlich zu änderndes Verhalten herausgeben, zeigt, wie schändlich wir mit Gesundheit und Umwelt umgehen. Gleichzeitig ist es ein Bild dafür, dass die politisch viel beschworene notwendige Förderung der MINT-Fächer (googeln Sie mal) ein pures Lippenbekenntnis ist - gehören doch viele Mitglieder der Sachverständigenräte gerade diesen Fächern an. - Es scheint, Politik ist an deren Ergebnissen gar nicht interessiert?

Gewässerrandstreifen - was ist das, wozu sind sie gut

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Ausführliche Darstellung zu Notwendigkeit, Struktur und Funktion von Gewässerrandstreifen, 2000

Salmon in Seattle

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Salmon in Seattle - was hat das mit dem Norddeutschen Tiefland zu tun? Nun, Hamburg vergleicht sich in vielerlei Hinsicht mit der Flugzeugbaustadt Seattle. In Sachen Gewässerwahrnehmung und Leistung hängt HH leider sehr zurück und kann von Seattle viel lernen.

2003 - Beispieljahr für Hitze und Trockenheit

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In der Diskussion über Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel diskutieren wir vor allem Starkregenereignisse und Überschwemmungen. Die Bedeutung verlängerter Perioden ohne Niederschlag und mit hohen Temperaturen kommt bislang zu kurz. Das Jahr 2003 gab uns bereits einen Eindruck.

Sand- oder Kiesgewässer im Norddeutschen Tiefland

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Das richtige Wahl des Gewässerleitbildes stellt den Erfolg von Restaurierungen sicher. Der standorttypische Kiesbach wurde lange im Norddeutschen Tiefland nicht erkannt. Das hat sich glücklicherweise durch intensive Grundlageninformation geändert.

Sand- oder Kiesgewässer im Norddeutschen Tiefland, Stellungnahme

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Die Kritik des Wassernetz Niedersachsen am Verkennen des standorttypischen Kiesbachs im Norddeutschen Tiefland führte zu dieser Stellungnahme.

Sand- oder Kiesgewässer im Norddeutschen Tiefland, Anmerkungen des Wassernetz Niedersachsen zur Stellungnahme

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Das Wassernetz Niedersachsen legt dar, dass der Kiesbach im Norddeutschen Tiefland als standorttypisches Gewässerleitbild der Geest vorherrscht.

2 Beispielhaftes

Strukturverbesserungen bei Gewässersohle und -durchgängigkeit

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Auf Grundlage des Gewässerentwicklungsplanes Este ist bereits eine Vielzahl Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums umgesetzt. Viel bleibt noch zu tun - insbesondere im Hinblick auf das übernutzte Einzugsgebiet. Erosionsschutz, Wege- und Gewässerrandstreifen sind dringend nötig.

Meerforellen als Indikatoren für Veränderungen im Hamburger Elbe-Umfeld

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Wanderfische zeigen Veränderungen in ihrem Lebensraum deutlich an. Für die Elbe ist es die Meerforelle, die belegt, dass die vorige Elbvertiefung 1999 zu Lebensraumverschlechterungen geführt hat. Wie früher in den Abwasserjahren kann der Hamburger Hafenbereich in Jahren mit geringer Elbe-Wasserführung nicht passiert werden - ein vor den Forderungen der Wasserrahmenrichtlinie nicht akzeptabler Zustand.

Auf einer Tagung des Projekts Lebendige Alster wurde 2012 zum Thema Wanderfische der Elbe vorgetragen.

Restoration of Lowland Rivers in North Germany - a few thoughts of habitats to be improved

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In diesem Vortrag wurde 2004 beim Dänischen Landesanglerverband über Erfolge des Gewässerrestaurierens im Norddeutschen Tiefland vorgetragen. Berichtet wurde auch über die erschreckende Verschlechterung des Meerforellenaufstiegs in der Elbe. Durch die vorige Elbevertiefung können in Jahren geringer Wasserführung die Meerforellen den Hamburger Hafen nicht mehr passieren - wie seinerzeit in den Abwasserjahrzehnten.

2007 - ARGE und FGG Elbe berichten zu Sauerstoffgehalten der Elbe

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Es ist zu hoffen, dass endlich Maßnahmen ergriffen werden, den weiterhin kritischen - und seit 2000 wieder verschlechterten - Sauerstoffhaushalt der Elbe zu verbessern. Dazu gehört neben der tabulosen Betrachtung der Schifffahrtstraßenwirkung auch die seit Jahrzehnten vernachlässigte Emissionsverringerung bei der Landwirtschaft.

Meerforellen als Indikatoren - Kurzeinschätzung aus dem Rhein-EZG

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Meerforellen als Indikatoren - Kurzeinschätzung aus dem Elbe-Aestuar

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2005 - schlechte Elbe-Sauerstoffwerte im Bereich Hamburg

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2008 - schlechte Elbe-Sauerstoffwerte im Bereich Hamburg

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Wie können Tieflandbäche verbessert werden - Begehung am Todtglüsinger Bach, Landkreis Harburg

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Sauerstoffgehalte im Interstitial - hier Beispiele aus dem Este-Einzugsgebiet

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Die Sauerstoffversorgung des Porenlückenraums in der Gewässersohle ist ein wesentlicher Faktor. Zum Einen bestimmt sich hieraus die Dicke der dreidimensional besiedelten Schicht - Wirbellosenzahlen von mehreren Zehntausend pro m² sind erreichbar. Zum anderen spielt die Sauerstoffversorgung eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche Entwicklung bei Kieslaichern, wie z.B. Forelle und Elritze.

3 Praxistipps

Restoration of Habitat

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Unter dem Titel "Restoration of Habitat as Essential Factor for Improved Fauna Populations – Long Term Experience on North German Lowland Brooks" wurde auf dem International Workshop on the Restoration of Fish Populations in Düsseldorf an Beispielen aus dem Norddeutschen Tiefland belegt, dass standorttypische Gewässerökologie nur funktionieren kann, wenn die Ansprüche aller Lebensphasen der Organismen befriedigt werden. Nicht Brüten, Heranziehen und Besetzen, sondern das Wiederherstellen des Zuhause bringt dauerhaft erfolgreiche Ergebnisse.

Bessere Bäche-Praxistipps

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In-stream-Restaurieren: Bereits geringer Aufwand bringt große Erfolge für den Lebensraum.

Silkeborg hat alle Bäche optimiert, harte Gewässerunterhaltung abgeschafft

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Es gibt einige wenige Beispiele konsequenten, übergreifenden Gewässerschutzes. Die Stadt Silkeborg im dänischen Seenhochland steht mit an der Spitze.

Pflanzen und ihre Bedeutung für Fliessgewässer - Praxistipps

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Der "Wasserbaumeister Pflanze" braucht vor allem Verständnis - dann arbeitet er ganz von allein. Wir können viel davon lernen. Dazu sollten wir allerdings die wichtigsten Vertreter erstmal kennen - hier eine kleine Hilfe.

WRRL - Wird zu viel untersucht und zu wenig getan?

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Was ist uns eigentich wichtig - das Ziel oder der Weg? Wie lebendige, standorttypische Gewässer aussehen, ist seit Langem bekannt, was zu tun ist, auch. Werden wir in angemessener Zeit voran kommen, oder beschäftigen wir uns auf dem Weg immer wieder neu mit "der Erfindung des Rades"?

Der Riesenbärenklau - eine Herausforderung

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Der Riesenbärenklau ist gesundheitsgefährlich und verdrängt durch sein intensives, flächendeckendes Wachstum heimische Flora und Fauna. Dabei ist es - bei konsequentem Vorgehen - leicht, ihn zu bekämpfen. Erfahrungen aus Hamburg belegen das.

Verrohrte Bäche öffnen ist ökonomisch sinnvoll

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Inga Krämer beschreibt das Schicksal vieler verrohrter Bäche. Inzwischen brechen die Rohre zusammen - was ist zu tun? Erneut verrohren, den Bach in Grabenform öffnen? Oder ist eine naturnahe Wiederherstellung mit geplanter, minimierter Gewässerunterhaltung sinnvoll? Hier das Inhaltsverzeichnis.

Ocker - ein Gewässerproblem, gegen das wir einiges tun können

downloads: 1479 | type: pdf | size: 618 kB

Dies ist die Ocker-Broschüre zum herunterladen - kleine Fehler darin bitte ich zu entschuldigen.

Gewässerprobleme durch Eisenocker - dagegen kann etwas getan werden

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Hilke Prange beschreibt die Probleme, die mit entwässernden Eingriffen in den Bodenwasserhaushalt verbunden sind. Vielerorts veröden massive Zutritte gelösten Eisens und ihre Umwandlung in Eisenocker die Gewässerlebensräume. In Dänemark bestehen zahlreiche Ansätze, diese Auswirkungen zu verringern. Hier das Inhaltsverzeichnis der Arbeit.

Harte Gewässerunterhaltung durch schonende ersetzt - das Beispiel Heidenauer Aue

downloads: 1666 | type: pdf | size: 55 kB

Kerstin Grabowsky beschreibt am Beispiel der Heidenauer Aue, einem Nebenbach der Oste (Elbe-Einzugsgebiet), wie die Veränderung der Gewässerunterhaltung ohne zusätzliche Kosten einen wesentlich verbesserten Gewässerlebensraum bewirkt. Im intensiv genutzten Agrarland verwandelt sich der scheinbare Sandbach in den standorttypischen Kiesbach, der er einmal war. Hier das Inhaltsverzeichnis der Arbeit.

Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme - Jahrzehntelange Erfahrung im Gewässerrestaurieren im Norddeutschen Tiefland

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Gerd Janssen belegt an Meerforelle, Schwarzstorch und Flatterulme exemplarisch, wie wesentlich der Blick über den Tellerrand beim Gewässerrestaurieren ist. Nicht nur das Gewässer selbst, auch seine Aue muss einbezogen werden, wollen wir die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie erreichen und im Klimaschutz erfolgreich sein. Das Beispiel des sommerkühlen Forellenbachs mit seinem Umfeld ist gut geeignet, Handreichungen für konkrete Verbesserungen zu geben. Hier das Inhaltsverzeichnis der Arbeit.

Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme - Buchbesprechung aus Lauterbornia

downloads: 1400 | type: pdf | size: 78 kB

Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme - Buchbesprechung des Wassernetz Niedersachsen

downloads: 1457 | type: pdf | size: 78 kB
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